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Privatarchive

 

Dieser mit seinen rund 1900 Laufmetern Dokumenten zur Berner und Schweizer Geschichte grösste Bereich repräsentiert die klassische Bestandesgruppe der Privatarchive. Er umfasst die ganze Palette schriftlicher Überlieferung, welche nicht auf amtliche Veranlassung hin entstanden ist. Der Kern der Sammlung reicht bis ins Hochmittelalter zurück.

 

Die 1951 aus der ehemaligen Stadt- und Hochschulbibliothek in die Burgerbibliothek ausgeschiedenen Manuskripte bilden heute die ältere Abteilung der

Den Neuerwerbungen liegt ein moderner Archivplan mit sprechenden Signaturen zu Grunde:

Mss.h.h und Mss.Mül.

Rund 430 Laufmeter Handschriften, 14.–20. Jahrhundert
Findmittel: Inventare im Lesesaal
Repertorium der handschriftlichen Nachlässe:
www.nb.admin.ch

Unter der Signatur Mss.h.h. finden sich Archivalien unterschiedlichster Herkunft und Art. Nebst den grossen Chroniken zur Berner Geschichte – unter anderen die Chroniken von Konrad Justinger, Diebold Schilling, Thüring Fricker, Michael Stettler – umfasst diese alte Abteilung das ganze Spektrum der historischen Überlieferung mit Familienpapieren, Nachlässen, Briefsammlungen und zahlreichen Einzeldokumenten.
Einen Sonderfall stellt das Familienarchiv von Mülinen (Mss. Mül.) dar.
Es enthält nicht nur Handschriften zur Familiengeschichte, sondern auch umfassende Materialien zur Berner und Schweizer Geschichte. Diese reichhaltige Sammlung ist 1937 in die ehemalige Stadt- und Hochschulbibliothek gelangt und wird bis heute laufend ergänzt.

 

Familienarchive

Rund 350 Laufmeter Handschriften, 13.–20. Jahrhundert
Findmittel: Inventare im Lesesaal
Repertorium der handschriftlichen Nachlässe:
www.nb.admin.ch

Die Burgerbibliothek verwahrt hauptsächlich die Archive burgerlicher Familien, daneben aber auch Bestände weiterer bernischer und schweizerischer Geschlechter. Einzelne Archive reichen bis ins Mittelalter zurück, doch liegt der Schwerpunkt der Dokumente eindeutig im 18. und
19. Jahrhundert. In den Beständen finden sich neben Genealogien, Stammbäumen, Kaufbriefen oder Rechnungen auch persönliche Unterlagen wie Taufscheine, Tagebücher, Briefe oder Testamente, die einen Einblick in das soziale, wirtschaftliche und politische Leben einer Familie und ihrer einzelnen Mitglieder geben.

 

Nachlässe

Rund 260 Laufmeter Handschriften, 16.–21. Jahrhundert
Findmittel: Inventare im Lesesaal
Repertorium der handschriftlichen Nachlässe:
www.nb.admin.ch

Die Burgerbibliothek verwahrt über 250 Einzelnachlässe in ihren Magazinen. Zu deren Besonderheiten zählen unter anderen der älteste Nachlass, der vom Maler, Dichter, Kriegs- und Staatsmann Niklaus Manuel Deutsch (1484-1530) aus dem 16. Jahrhundert stammt, das Feldbuch des Geologen Hans Adrian (1890–1979), das Tagebuch des Malers Rudolf Münger (1862–1929), die Briefe des Generals Hans Ludwig von Erlach (1595–1650) aus dem Feld, die Skizzenbücher des Architekten Horace Edouard Davinet (1839–1922) und die Predigten und Manuskripte des Pfarrers und Dichters Jeremias Gotthelf (Albert Bitzius, 1797–1854).

 

Gesellschaftsarchive

Rund 260 Laufmeter Handschriften, 16.–21. Jahrhundert
Findmittel: Inventare im Lesesaal

Repertorium der handschriftlichen Nachlässe: www.nb.admin.ch

Die Burgerbibliothek verwahrt Gesellschafts- und Vereinsarchive, die einen Bezug zu Bern haben. Sie sind meistens als Depositum übergeben worden und werden, wenn die Gesellschaften und Vereine noch bestehen, auch mit neueren Akten periodisch ergänzt. Die Ursprünge der ältesten Archive reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück, die meisten Bestände stammen jedoch aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Mitgliederlisten, Versammlungs- und Sitzungsprotokolle, Rechnungen oder Korrespondenzen können dabei einen interessanten Einblick ins Gesellschafts- und Vereinsleben geben.

 

Firmenarchive

Rund 25 Laufmeter, 18.–20. Jahrhundert
Findmittel: Inventare im Lesesaal

(Benutzungsbeschränkungen; Bestände nur teilweise erschlossen)
Die Burgerbibliothek sammelt ausschliesslich Archive von Firmen auf dem Platz Bern. Der Bestand ist erst im Aufbau begriffen. Er umfasst unter anderen die Archive der Privatbanken Marcuard und von Ernst, die Bestände des Hôtel de Musique, der Hotel Bellevue-Palace AG oder der Eisenhandlung Kocher.

 

Autographen

Briefsammlung 16.–20. Jahrhundert
Findmittel: Briefkartei im Lesesaal

Die Burgerbibliothek besitzt einen umfangreichen, aber sehr disparaten Bestand an Autographen, bestehend sowohl aus Einzelbriefen wie aus Sammelkorrespondenzen. Die Briefe werden nach Korrespondenten – jeweils doppelt nach Absender und Empfänger – verzeichnet.

 

Einzelstücke

Findmittel: Inventare im Lesesaal

Eine Besonderheit unter den Beständen der Burgerbibliothek bilden die sogenannten Einzelstücke (vereinzelte Dokumente oder kleine Sammlungen ohne grösseren Archivzusammenhang). In der Sammlung finden sich zahlreiche Kuriosa, Rezeptbücher aller Art, Freundschaftsalben, genealogische Notizen mit kolorierten Wappen, Reiseberichte und Tagebücher oder etwa auch eine bunte Vorlagensammlung für Kuchen und Torten eines Berner Konditors.

 



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