Medienmitteilung vom 12. Dezember 2011
Die Burgerbibliothek Bern im Netz
Die Bestände der Burgerbibliothek Bern sind erstmals online durchsuchbar: Auf einen
Schlag können im neuen Online-Archivkatalog mehr als 1100 mittelalterliche
Buchhandschriften, rund 2,5 Laufkilometer Archivalien, darunter mehr als 50
Nachlässe, Familien-, Gesellschafts- und Firmenarchive und die Verwaltungsakten der
Burgergemeinde Bern einfach von zu Hause aus recherchiert werden. Ausserdem
stehen über 10‘000 Bilddokumente digital zur Einsicht bereit.
Die Burgerbibliothek Bern (www.burgerbib.ch) ist ein öffentliches wissenschaftliches Archiv.
Sie sammelt und bewahrt wertvolle und international bedeutende Bestände an
Buchhandschriften, Archivalien und Bilddokumenten. Zu den bekanntesten Sammlungen
zählen die mittelalterlichen Handschriften und die Archivalien zur Schweizer und Berner
Geschichte mit Nachlässen so bedeutender Persönlichkeiten wie des Universalgelehrten
Albrecht von Haller (1708–1777) oder des Pfarrers und Schriftstellers Jeremias Gotthelf
(1797–1854). Die Burgerbibliothek Bern ist zugleich das Gemeindearchiv der Burgergemeinde
Bern und der burgerlichen Gesellschaften und Zünfte.
Bisher konnten Forscherinnen und Forscher in den umfangreichen Beständen der
Burgerbibliothek Bern nur über die im Lesesaal aufliegenden Inventare recherchieren. Neu
stehen diese Informationen im Online-Archivkatalog (http://katalog.burgerbib.ch) orts- und
zeitunabhängig zur Verfügung. Dank verschiedenen Suchfunktionen – möglich ist die Suche
nach Stichworten, gezielt nach Personen-, Orts- und Sachbegriffen (Deskriptoren) oder
systematisch im Archivplan – sind die gesuchten Dokumente aus den verschiedensten
Bereichen rasch gefunden. Derzeit stehen über 110‘000 Datensätze zur Verfügung. Sie
werden laufend ergänzt. Um die recherchierten Archivalien anzuschauen, ist nach wie vor ein
Besuch im Lesesaal der Burgerbibliothek Bern nötig.
Neben den beschreibenden Datensätzen werden im neuen Online-Archivkatalog mehrere
Tausend Bilddokumente wie Fotografien, Grafika und Porträts gezeigt. Einen Schwerpunkt der
Bilddokumente bilden Ansichten von Stadt und Kanton Bern. Allein unter dem Stichwort
«Marktgasse» oder «Kirchenfeldbrücke» finden sich jeweils rund 200 Ansichten, unter dem
Stichwort «Münster» sogar über 700 Bilddokumente. Gegen Gebühr können die Bilder in einer
hohen Auflösung in der Burgerbibliothek Bern bestellt werden.
Gleichzeitig schliesst sich die Burgerbibliothek Bern auch der Internetplattform «Archives
online» (www.archivesonline.org) an. Das seit 2010 eröffnete Internetportal der Schweizer
Archive ermöglicht die simultane, übergreifende Recherche in allen angeschlossenen
Archiven. Zu den Mitgliedern der Plattform zählen derzeit neun Staatsarchive sowie das
Archiv für Zeitgeschichte in Zürich. Weitere Schweizer Archive werden sich der Plattform demnächst anschliessen.
Die Burgerbibliothek Bern freut sich, mit ihrem Online-Archivkatalog ihre bedeutenden und
vielfältigen Sammlungen einfach und leicht nicht nur den Forschenden, sondern allen
historisch Interessierten zugänglich zu machen. Sie hofft auf ein reges Interesse, unerwartete
Archiventdeckungen, viele Rückmeldungen und wertvolle Anregungen.
Burgerbibliothek Bern: www.burgerbib.ch mit Öffnungszeiten Lesesaal und Reproangebot
Online-Archivkatalog der Burgerbibliothek Bern: http://katalog.burgerbib.ch
Archivplattform Archives online: www.archivesonline.org
Weitere Auskünfte erteilt:
Dr. Claudia Engler, Direktorin, 031 631 33 62 / claudia.engler@burgerbib.ch
Die Reproduktionen werden von der Burgerbibliothek Bern zur Verfügung gestellt.
Bilder
Online-Archivkatalog der Burgerbibliothek Bern

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Gr. B. 1199:
Entwurf von Theodor Zeerleder (1820–1868) für den noch heute existierenden «türkischen Rauchsalon» im Schloss Oberhofen. Aquarell, um 1854

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Gr. A. 155:
Ein Berner in holländischen Diensten hält Wache bei s’Hertogenbosch. Emanuel von Jenner (1756–1813). Aquarell, 1793

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Sammlung Markus Krebser, Thun, 97/22:
Das sensationell frühe und sehr gut erhaltene Farbdiapositiv von Jean Moeglé (1853–1938) vom Anfang des 20. Jahrhunderts zeigt den Uebeschisee mit der Stockhornkette.

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F. Dag. 107:
Die allerersten Fotografien von Bern machte Friedrich Andreas Gerber (1797–1872). Diese Daguerreotypie aus der Mitte des 19. Jahrhundert zeigt das grosse Zuchthaus am Bollwerk.

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Neg. III. 1397:
Bau eines Pfeilers der Kornhausbrücke in Bern. Fotografie, anonym, um 1895

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BBB, Neg. 3450 E
Porträt von Johann Rudolf von Sinner (1702–1782) mit Buch und Pfeife an einem Tisch sitzend. Anonym, 1735, Öl auf Leinwand

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