Neues im Online-Archivkatalog

Publiziert: 05.09.2017

Die Burgerbibliothek Bern hat weitere Beschreibungen von Archivbeständen im September 2017 online geschaltet:

• Mit den Familienarchiven von Graviseth und de Goumoëns sind Bestände einsehbar, die zeitlich bis ins Spätmittelalter zurückreichen. Dank Jakob Graviseth, Sohn eines lothringischen Bankiers, der die Bernerin Salome von Erlach heiratete, ist Bern 1632 in den Besitz der bedeutenden Bibliothek des französischen Humanisten und Diplomaten Jacques Bongars gekommen. Auch dem aus der Waadt stammenden Jérémie de Goumoëns wurde in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts das Berner Burgerrecht verliehen (FA von Graviseth, FA de Goumoëns).
• Im Bereich Bongarsiana/Codices sind Sammelbände mit persönlichen Schriften von Jacques Bongars mit Briefen, Vorarbeiten für eigene Editionen und Dokumentationsmaterial aus seiner diplomatischen Tätigkeit vollständig erschlossen (Cod. 121-160).
• Im Nachlass von Emil Bloesch, Direktor der Stadtbibliothek Bern im 19. Jahrhundert, sind interessante Dokumente zur Institutionengeschichte und zum Ochs-Stipendium vorhanden (N Emil Bloesch).
• Der Nachlass von Henry Berthold von Fischer zeigt das Schaffen des Berner Architekten, welcher viele Thunplatzvillen baute und als Initiator der Sprünglifassade als Wasserschloss auf dem Thunplatz gilt (N Henry Berthold von Fischer).
Albrecht Weyermann war eine interessante Figur der bernischen und eidgenössischen Geschichte. In seinem Nachlass schlägt sich sein Leben als Pfarrer, Politiker, Teilnehmer am Freischarenzug unter General Ochsenbein, militanter Radikaler und Verfassungsrat von 1846 zur Berner Staatsverfassung nieder. Zudem war der Unternehmer noch Gründer einer Parkett- und Chaletfabrik in Unterseen (N Albrecht Weyermann).
• Ein Nachtrag zum Nachlass von Hans Martin Sutermeister (1907-1977) zeigt u.a. ein Typoskript des Dramas „Mirabeau“ des einflussreichen Thuner Jungliberalen Erich Lohner (1897-1941) (ES 489 (2)).
• Das Archiv des ehemaligen Verbands Schweizerischer Käseexporteure wurde 2006 vom Archiv für Agrargeschichte erschlossen, verblieb aber bei der Geschäftsstelle des Verbands. Mit der Überführung in die Burgerbibliothek ist dieses „typisch schweizerische“ Wirtschaftsarchiv künftig wesentlich leichter zugänglich (GA VSKE).

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in unserem Lesesaal, wo Sie unsere Archivalien konsultieren können.